Warum ich Websites via Squarespace erstelle

 

Wieso ich Websites mit dem Baukasten-System 'Squarespace' erstelle

Für alle, die es noch nicht wissen: Ich erstelle Websites auf der Plattform ‚Squarespace’ bzw. zeige ich Einzel- und Kleinunternehmern, wie das geht. Die Plattform ist eine Alternative zu Jimdo, Wix oder Wordpress.

Warum entschied ich mich für dieses Homepage-Baukasten-System?

Zuallererst hat mich das Design von Squarespace sofort angesprochen. Vor einigen Jahren suchte ich eine geeignete Plattform für meine Website und da fielen mir die vielen zeitgemäßen Templates auf. Ich hatte mich am Stil der anderen Systeme abgesehen und fand dieses erfrischender und moderner.

Meine Recherchen ergaben damals außerdem, dass das CMS (kurz für: Content Management System) einfach zu bedienen sei. Ich erfuhr, das Einrichten und spätere Erweiterungen und Änderungen seien einfach, ohne Programmierkenntnisse umsetzbar und erforderten nicht viel Erfahrung. Man warb damals damit, mit einer 'Cover Page' binnen weniger Minuten online gehen zu können (Update 2017: Den 'Cover Page-Plan' gibt es nicht mehr). Ich kam damals zu dem Schluss, dass dieses System am einfachsten zu bedienen sei, um rasch zu einer ansehnlichen Website zu kommen. Bei Wordpress zum Beispiel benötigt man technische Grundkenntnisse und ich dachte mir, ‚Wieso kompliziert, wenn es auch einfacher geht?’

Ein weiteres Argument pro Squarespace kam in der Zwischenzeit dazu: Egal, welches Bezahlmodell oder welches Template du wählst, es kommt immer im responsivem Design daher. Das heißt, deine Website wird auf jeden Fall auf allen mobilen Geräten perfekt dargestellt. Und responsives Design ist mittlerweile ein Must, weil die Leute immer häufiger von unterwegs auf Websites zugreifen.

Was in meinem Fall damals nicht relevant war, aber sehr praktisch ist: Via Sqarespace kannst du gleich deine Wunsch-Domain registrieren und erhältst diese im ersten Jahr gratis. Du musst dich nicht um das Web-Hosting kümmern und bezahlst alles bei einem Anbieter. Ich hatte die ‚www.contentessa.at’ bereits über ein anderes Service reserviert und bezahlt. Ich musste daher die Domain beim Live-Stellen der Website nur noch umleiten.

Außerdem ist das Kundenservice bei Squarespace wirklich toll. Egal welches Preis-Modell du wählst, du hast 24/7 Kundenservice und bekommst rasch super erklärte Infos retour - also prompten Service rund um die Uhr.

 Laptop mit Squarespace-Homepage, daneben Blumenvase

Wie sieht das Preismodell aus?

Derzeit (Dezember 2017) wählst du zwischen zwei Varianten für Websites: ‚Personal’ für EUR 11,- und ‚Business’ für EUR 17,- pro Monat (basierend auf der Einmalzahlung für das Jahr). Jeweils inklusive im ersten Jahr ist eine kostenlose, frei wählbare Domain. Bei der Personal-Version ist die Seiten-Anzahl auf 20 limitiert. Du wechselst jederzeit zu einem anderen Modell. Falls du also dein Business erst startest, kommst du locker mit der Personal-Version aus, hast zum Beispiel Bildgalerien und Blog dabei. Wird deine Website später umfangreicher, weil dein Business wächst und gedeiht, steigst du auf die Variante mit unlimitierter Seitenanzahl um. Studenten bekommen im ersten Jahr einen 50 %-prozentigen Preisnachlass.

Angeboten werden auch zwei Modelle für Online-Shops: 'Basic' für EUR 24,- und 'Advanced' für EUR 36,- pro Monat (bei einmaliger Zahlung des Jahresbetrags). Einen eigenen Preisplan für eine Coverpage gibt es mittlwerweile nicht mehr.

Gibt es Nachteile? Ja, natürlich!

Wie jede Plattform und jedes System, das ich bisher kennenlernte, hat Squarspace auch seine Nachteile. Deshalb gibt es meinerseits auch Kritik: Die Platform gibt es derzeit nicht auf Deutsch, nur in Englisch (und seit kurzem auf Spanisch), was für manche nicht so angenehm ist. Wenn dein Fokus auf einem Online Shop liegt, würde ich auch prüfen, ob nicht zum Beispiel Shopify oder Magento die passenderen Alternativen sind. Denn lange gab es nur eine einzige Bezahlmöglichkeit - ‚Stripe’ -, 2017 kam 'Paypal' dazu ... Squarespace entwickelt sich permanent weiter, was heute noch ein Nachteil ist, kann sich bald erledigt haben ... Auf weitere Nachteile des Baukastensystems Squarespace gehe ich in diesem Interview ein.

Squarespace ist nicht die einzig wahre Plattform. Trotzdem kann ich sie guten Gewissens empfehlen. Warum?

Bei Squarespace ist die Eintrittsschwelle niedrig: du startest mit einem 14-tägigen Gratis-Test, bei dem deine Kreditkarte nicht belastet wird und du keine Kreditkartendaten hergibst. Das machst du erst, wenn du dich für die Plattform entscheidest. Ich sage nicht, dass Squarespace die beste Variante für Websites ist. Du musst dir überlegen, welche Aspekte für dich relevant sind. Generell bin ich der Meinung, dass es nicht das eine, perfekte System für alles und jede Anforderung gibt! Es kann beispielsweise Sinn machen, mit Squarespace zu starten und später auf Wordpress umzusteigen. Außerdem arbeiten alle Plattformen daran, ihre Systeme permanent zu verbessern, an die Kundenbedürfnisse anzupassen und Fehler auszumerzen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung.

Hier sind die Vorteile von Squarespace für dich zusammengefasst:

1. Tolles Rund-um-die-Uhr-Kundenservice
2. Gratis-Domain im ersten Jahr, Wunsch-Domain und Web-Hosting direkt beziehbar
3. Schönes, durchdachtes Design; Wechsel der Templates per Maus-Klick möglich.
4. Relativ einfache Handhabung des Editors, Drag-and-Drop-Prinzip, keine speziellen Programmier- oder Designkenntnisse erforderlich
5. Keine regelmäßigen Sicherheits- oder sonstige Updates notwendig, das erledigt die Plattform für dich.
6. Jedes Template ist automatisch für die mobile Anwendung optimiert (responsiv).

Wann bzw. für wen empfehle ich Squarespace?

1. Wenn du rasch eine Seite brauchst.
2. Wenn du ein Start-Up hast, Einzelunternehmer bist; für kleine bis mittelgroße Unternehmen
3. Wenn die Seite klein und fein sein soll (zumindest die erste Zeit, zu Beginn deines Business).
4. Wenn du selbst Änderungen machen willst und das möglichst einfach sein soll.
5. Wenn du modernes Design haben willst.
6. Wenn du Domain, Webhosting und Plattform aus einer Hand haben willst.

Was sind Alternativen zu Squarespace und welches sind die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale?

Alternativen zu Squarespace sind Wordpress, Jimdo oder Wix . Nachfolgend gehe ich auf einige Aspekte ein (Stand: November 2017):

Wix:

 Ansicht Startseite von Wix
  • Bei Wix entscheidest du dich zu Beginn für ein Template, du kannst es später aber nicht mehr so einfach wechseln. Die Inhalte werden leider nicht automatisch übernommen.
  • Kundenservice: Es gibt ebenfalls ein Forum und ein Support-Center, aber zum Beispiel keine Livechats oder Rund-um-die-Uhr-Betreuung per E-Mail. Dafür gibt es bei Wix Telefonsupport.
  • Bei Wix gibt es eine Gratisversion. Allerdings wird deinen Seitenbesuchern dabei Werbung angezeigt und du hast keine eigene individuelle Domain (‚wix.com’ taucht in der Adresse auf).
  • Angemerkt wird, dass Wix weniger Bandbreite hat als vergleichbare Systeme.
  • Einige sagen, dass das Userface bei Wix einfacher zu bedienen sei als zum Beispiel das von Squarespace. Um hier sicher zu gehen, probierst du am besten beides via der Gratisversion und dem 14-tägigen Gratis-Trial aus, denn das ist Geschmackssache und kann nicht pauschal beantwortet werden.
  • Du benötigst hier ebenfalls keine Programmierkenntnisse und bearbeitest Bilder auch direkt im CMS.

Jimdo:

 Ansicht Startseite von Jimdo
  • Eine Stärke von Jimdo ist ebenfalls seine Benutzerfreundlichkeit.
  • Du bekommst hier auch ein Paket mit Domain und E-Mail-Adresse zu einem günstigen Preis.
  • Hervorstechend bei Jimdo ist die App für iOS- und Android-Betriebssysteme. Damit bearbeitest du deine Seite mobil von unterwegs.
  • Dafür sind die Templates nicht ganz so attraktiv. Aber das ist wie gesagt reine Geschmacksache.
  • Jimdo ist ebenfalls für Anfänger geeignet. Du erhältst rasch eine Internetpräsenz ohne Programmierkenntnisse deinerseits.
  • Die Basic-Version ist gratis.
  • Auch hier hast du wie bei Squarespace spezielle SEO-Möglichkeiten wie ‚Page Title’ und ‚Site Description’. Du wählst Keywords aus und Jimdo zeigt dir sogar direkt im Editor die Vorschau für die Google-Suchergebnisse an, was ziemlich super ist.
  • Leider können Bilder nicht direkt im CMS bearbeitet oder verkleinert werden.

Wordpress (Open Source):

 Ansicht Startseite von Wordpress
  • Ich gehe hier auf Wordpress als Open-Source-Plattform ein. Das bedeutet, die Codes sind offen. Entwickler und Programmierer benutzen Wordpress, um eigene Templates und Plugins zu kreieren. Diese kannst du wiederum teilweise kostenlos nutzen.
  • Der Vorteil ist, dass Wordpress eine Fülle an Möglichkeiten und individuellen Anpassungen anbietet, die du mit Squarespace oder den anderen erwähnten Web-Baukästen nie haben wirst.
  • Darin liegt jedoch auch der Nachteil: Die Qualität der Tools kann großartig – aber auch bescheiden - sein. Wenn du nicht viel Zeit in deine Website stecken willst, verzichtest du besser auf Wordpress. Hier brauchst du viel länger, bis du dich eingearbeitet hast. Du kannst natürlich zusätzliches Geld in die Hand nehmen und jemanden engagieren, der mit Wordpress sattelfest ist und dir die Seite baut.
  • Es gibt eine riesengroße Community sowie ein Kundenservice, die dich unterstützen. In ersterer musst du dich allerdings viel länger orientieren als auf anderen Plattformen, bis du dich auskennst. Beim Kundenservice dauert es einige Tage, bevor du eine Rückmeldung kriegst.
  • Als sehr lästig wird von Nutzern empfunden, dass die Wordpress-Plattform mehrere Male pro Jahr Updates macht, um die Sicherheit zu erhöhen und Fehler zu beseitigen. Das ist prinzipiell gut und wichtig. Daraus resultiert jedoch, dass du deine Wordpress-Website auch jedesmal updaten musst. Das Komplizierte dabei ist, dass du die genutzten Plugins und Templates auch aktualisieren musst. Das kann wiederum zu Problemen führen, wenn die Entwickler dieser Tools diese nicht auch auf den aktuellen Stand gebracht haben.

In diesem Artikel vergleiche ich Jimdo, Squarespace, Weebly und Wix ausführlich.
Lies hier mehr über die Unterschiede zwischen Squarespace und Wordpress

Hast du bereits Erfahrungen mit Squarespace oder einer der anderen Plattformen gesammelt? Wie ist es dir dabei ergangen? Ich freue mich, wenn du mir hier einen Kommentar hinterläßt!

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