Squarespace und Wordpress – Die Unterschiede

 

Squarespace und Wordpress – Die Unterschiede

Oder: Website-Baukasten oder nicht? Das ist die Frage.

Oft wird als Alternative zu Squarespace kein anderer Page-Builder genannt, sondern Wordpress. Du bekommst mit beiden deine Website. Aber Wordpress hat eine komplett andere technische Grundlage:

Die Technik - Unterschied

  • WordPress ist ein Open Source-CMS. Das bedeutet, die Codes liegen offen und sind für jeden Programmierer weltweit zugänglich. WordPress, aber auch Joomla, TYPO3 und Drupal, zählen zu den bekanntesten und sind laut Wikipedia die meistverwendeten Open-Source-CMS.

  • Du installierst dir die WordPress-Software selbst und unabhängig auf deinen von dir gemieteten Webspace und deine Domain.

  • Du hostest deine Website und verwaltest sie mit dem heruntergeladenen und bei dir installierten WordPress selbst.

  • Durch die große Open-Source-Gemeinde von WordPress können externe Zusatzfunktionen (Plugins) weltweit frei entwickelt werden.

Dieser Artikel ist im Hinblick auf Websites für Einzel- und Kleinunternehmer, Berater, Coaches, Trainer und Experten verfasst. Im Artikel lege ich den Fokus auf Websites. Zwar mit Blogs und/oder Shops, aber nicht auf Blogs oder Shops alleine. Dafür gibt’s eigene, spezialisierte Plattformen.

Wordpress ist sehr bekannt und laut eigenen Angaben wurd 28% der Websites weltweit damit gebaut. Daher betrachte ich die Alternative Wordpress in diesem Artikel näher.

Der Unterschied zwischen Wordpress und Squarespace

Was ist mit Squarespace möglich?

Folgende wichtige Elemente hast du mit einer Squarespace-Website fix integriert:

  • Kontaktformular (auch ausführliche Anfrageformulare für zB. Hotels)

  • Buchungen

  • Anzeigen des eigenen Standorts auf der Google-Landkarte

  • Buttons (= Schaltflächen zum Klicken)

  • Pop-Ups (= Fenster, die automatisch aufgehen)

  • Email-Anfragen

  • Newsletter-Anmeldung

  • Termin- / Eventkalender

  • Aktuelles / Neues

  • Blog / Podcast

  • Bildergalerien

  • 'Versteckte' Seiten

  • Downloads (PDF zum Herunterladen zB)

  • Schnell ladende Seiten

  • mehrsprachige Websites

  • Produkte verkaufen

Auch wenn die Aufzählung nicht vollständig ist: Bist du Einzel- oder Kleinunternehmer und hast du keine speziellen Sonderwünsche, bist du bei diesem Website-Builder gut aufgehoben.

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Du bist hier richtig!

Denn ich packe mein Know-How und die Erfahrungen aus vielen Website-Projekten in meine regelmäßig erscheinenden Tipps.

Homepage-Baukästen wie Squarespace

Welche Vor- und Nachteile gibt’s, baust du dir deine Homepage mit einem Page-Builder?

Vorteile

  • Du brauchst keine Programmierkenntnisse für den Website-Bau.

  • Du kriegst die Website inklusive automatischer Sicherheitsupdates, Webhosting, Webspace aus einer Hand. Wenn du willst, auch die Domain.

  • Die Plattform wird kontinuierlich ausgebaut und neue, attraktive Funktionen kommen dazu, die du auf Wunsch nutzt.

  • Du wählst aus vielen Layout-Vorlagen, die individuell anpassbar sind

  • Du bearbeitest Bilder direkt im Editor (zB Ausschnitte verändern)

  • Du sparst dir viel Arbeit und Zeit für’s Einlesen in technische Themen

  • Du musst dich um keine regelmäßig notwendigen (Sicherheits-)Updates kümmern. Das macht die Plattform automatisch für dich.

Nachteile

  • Eine zu 100 % auf dich und deine Wünsche zugeschnittene Website kriegst du mit dem Web-Baukasten nicht.

  • Du bist durch die Anzahl der Layouts eingeschränkt und kannst mit den Layouts nicht alles machen. Also: Ja, sie sind zu einem hohen Grad individualisierbar, aber trotzdem geht nicht alles.

  • Du bist auf den gebotenen Funktionsumfang angewiesen und schöpfst daraus. Willst du zB ein Forum oder einen Member-Bereich auf deiner Website, dann kriegst du das derzeit nicht direkt bei Squarespace. Diese Funktionen musst du derzeit mit externen Tools integrieren.

Anmerkungen

  • Mit Programmierkenntnissen oder einem Developer / Spezialisten kannst du die Layouts dann doch wieder aufbrechen’ und Sonderwünsche umsetzen. Hinweise dazu, wie das geht, gibt es im Squarespace-Forum. Für solche Eingriffe kriegst du keine Unterstützung durch den Support. Das heißt: Geht etwas schief, steigt der Support aus.

  • Du kannst zwar nicht zu 100 % individualisieren, aber du weißt, dass du dich innerhalb eines erprobten, benutzerfreundlichen Designs bewegst, das von Profis entwickelt wurde.

  • Große Auswahl und Vielfalt klingen auf den ersten Blick verlockend. Also zB Web-Baukästen mit über 300 Templates oder dass ich alles Möglichkeiten der Darstellung habe. Mich überfordert das. Ich brauche das nicht. Stell dir die Frage, ob du diese Freiheit wirklich brauchst und willst. Bist du Einzel- und Kleinunternehmer, dann kommst du mit hoher Wahrscheinlichkeit mit den Layouts und Funktionen eines Website-Baukastens aus.

Open-Source-CMS wie Wordpress

Vorteile

  • Mit Plug-ins erweiterst du deine WordPress-Seite um beliebige Funktionen. Das heißt, du baust dir deine Website so, wie du willst. Mit allen Funktionen und Elementen, wie und wo du sie haben willst.

  • Du kannst auch hier wie bei den Web-Baukästen auf Templates – sie werden bei Wordpress ‚Themes’ genannt - zurückgreifen und diese anpassen. Das heißt, du hast eine Vorlage, die dir gefällt und baust nicht von der grünen Wiese weg.

  • Hast du dich hier eingearbeitet, bist du im Stande, deine Website selbst zu warten, anzupassen und weiterzuentwickeln um Zusatzfunktionen, die du über die Zeit brauchst.

  • Du wirst hier nicht durch Entscheidungen und Änderungen zwangsbeglückt wie bei einem Web-Baukasten. Der zB für dich entscheidet, dass es im Webshop nur zwei Zahlungsmethoden geben kann (wie derzeit Stripe und Paypal bei Squarespace). Oder dass es nur bei drei Template-Familien einen ‚Sliding Banner’ gibt.

Nachteile

  • Es ist alles möglich, du musst dich aber auch um alles kümmern. Das kostet Zeit. Oder Geld, wenn es jemand anderer macht: Regelmäßige Sicherheits-Updates und Updates der Website selbst. Das heißt, aktualisiert Wordpress die Website, solltest du das auch tun. Weil so Sicherheitslücken entstehen und Hacker leichtes Spiel haben.

  • Bei den Updates kommt es manchmal zu Problemen, weil die genutzten Plugins von den jeweiligen Programmierern vielleicht noch nicht aktualisiert wurden.

  • Theoretisch ist eine WordPress-Website für Anfänger einfach einrichtbar. Aber was ist mit der Installation zu Beginn? Bist du technisch nicht einigermaßen versiert, stößt du hier evtl. auf Probleme. Nicht jeder weiß (oder will wissen), wie zB der FTP-Client funktioniert und wie man ihn einrichtet.

  • Manche Hosting-Betreiber bieten eine WordPress-Installation mit nur einem Klick an. Irgendwann wird’s aber dann doch technisch. Nämlich spätestens, wenn das erste Update zu machen ist, das mit einem Plugin oder deinem Theme kollidiert.

Anmerkungen

  • Theoretisch brauchst du keine Vorkenntnisse für Wordpress und bringst dir alles schrittweise bei. Du musst auch nicht von Anfang an alles verstehen, sondern arbeitest dich langsam vor.

  • Bei gewissen Anforderungen stehst du bei einem Page-Builder an. Brauchst du zB. eine durchsuchbare Datenbank für Immobilienangebote, dann ist das mit Wordpress umsetzbar.

Ich bin ziemlich unemotional, was die genutzte Plattform für Websites betrifft. Für meine Website und meine Zwecke reicht Squarespace momentan bestens aus. Außerdem gefällt mir Squarespace immer noch am besten von allen Page-Buildern. Wieso, habe ich an anderer Stelle bereits mehrfach beschrieben. Sollte sich mein Business irgendwann in eine Richtung entwickeln, wo ich Wordpress - oder eine andere Plattform brauche - werde ich wechseln. Ich bin nicht mit Squarespace verheiratet ;)

Zu meinen Erfahrungen:

  • Ich arbeite seit einigen Jahren mit Squarespace.

  • Auch mit Wordpress-Websites als Open-Source-Version habe ich Erfahrung. Erstellt wurden die Seiten jeweils von Programmierern. Ich habe die Seiten betreut, mit Content befüllt und weiterentwickelt.

  • Mit Adobe Dreamweaver hab ich ebenfalls gearbeitet.

  • Für meinen Privatblog nutze ich die Web-Baukasten-Version von Wordpress (ja, die gibt’s auch!). Darauf gehe ich hier aber nicht näher ein, weil ich Squarespace (und andere – siehe hier) als Web-Baukästen schöner finde.