Domainname: Welcher passt?

 

So kommst du zum passenden Domainnamen

In diesem Artikel erfährst du, wie du zu deinem Domainnamen kommst und wo du ihn für einen bestimmten Zeitraum kaufst. Mit 'passend' meine ich einen Namen, der für dein Projekt und deine Geschäftsidee zweckmäßig ist. Das ist der Fall, wenn dich deine Internetadresse dabei untersützt rüberzubringen, wer du bist und wofür du stehst. Wenn sie deinen Kommunikationsauftritt abrundet.

Was ist eine Domain?

Eine Domain ist eine einzigartige, unverwechselbare Internetadresse, wie zum Beispiel ‚contentessa.at’. Jede Website benötigt eine solche einzigartige Adresse, damit sie gefunden werden kann. Das ‚at’ ist die Domainendung, und zwar jene für Österreich.

Welchen Namen wählen?

Du kannst deinen eigenen Namen verwenden, den deiner Firma, deines Projekts oder deines Geschäftsfelds - oder Kombinationen daraus. Da viele Namen schon vergeben sind, oder weil du einfach etwas anderes ausdrücken willst, überlegst du dir einen 'Phantasienamen'. Der hat dann nur im übertragenen Sinn oder sogar nichts mit diesen Aspekten zu tun.

Manche kreieren neue Worte, indem sie Begriffe zusammenziehen. Der Name der Nachhaltigkeitsplattform 'Biorama' könnte so ein Beispiel sein. Ohne es zu wissen, könnte ich mir vorstellen, dass die Worte 'Bio' und 'Panorama' zusammengelegt wurden. Man kann Buchstaben auslassen und dem Rechnung tragen, dass im Gesprochenen diese Buchstaben sowieso verschluckt werden (z. B. bei ‚Tumblr’). Man kann auch eine originelle Schreibweise des Wortes wählen, indem man zum Beispiel statt einem ‚u’ ein ‚v’ verwendet, wie hier: www.lvstprinzip.de. Das kann auch eine Lösung sein, wenn die Wunschdomain bereits belegt ist.

Eine weitere Möglichkeit ist, ein neues Wort zu kreieren. Du nimmst ein bestehendes und setzt es in einen neuen Kontext. Oder du denkst dir etwas aus, das dir gefällt. Ich mag zum Beispiel meine beiden Domainnamen (contentessa.at, marktforscherin.at) und nenne sie anderen gerne. Sie gefallen mir besser, als wenn ich auf die Frage, ‚Wie heißt deine Website?’, ‚alexandra-prasch-marketing-beratung.com’ sagen müsste. Abgesehen davon, dass dieser Name zu lang wäre ... Aber das ist eine Frage des persönlichen Geschmacks!

 Scrabble Steinchen mit Buchstaben und Zahlen

Worauf musst du bei einem Domainnamen achten?

  • Erlaubt sind Buchstaben, Zahlen und bestimmte Sonderzeichen.
  • Er sollte nicht zu lang und kompliziert sein. Berücksichtige, dass der Domainname im Gespräch erwähnt wird und dann möglichst leicht gemerkt werden sollte. Je länger oder schwieriger, desto größer die Fehlerwahrscheinlichkeit beim Eintippen der Adresse.
  • Wahrscheinlich ist deine Kreativität gefordert. Einerseits willst du dein Angebot mit dem Namen bestmöglich und knackig umschreiben und andererseits ist der Domainname vielleicht schon vergeben. Probiere auf jeden Fall aus, ob es den Wunschnamen vielleicht mit einer anderen geeigneten Endung gibt, zum Beispiel .com wenn schon nicht als .de oder .at.
  • Wenn das Wort länger ist, führt ein Bindestrich zu besserer Lesbarkeit. Also, statt ‚www.schokoladekuchenrezepte.com’ zu sagen, ist ‚www.schokoladekuchen-rezepte.com’ besser. Aber dann wird Punkt 2 nicht erfüllt. Du siehst, es ist ein Herumprobieren und Abwägen der Vor- und Nachteile!
  • Idealerweise beschreibt der Name das, was du tust. Damit hast du ein Kommunikationsinstrument mehr in der Hand, was hie und da von Nutzen ist. Inhaltliche Erwartungen, die du mit deiner Domain weckst, müssen aber auf jeden Fall erfüllt werden!
  • Umlaute sind mittlerweile in Domains möglich, können aber unpraktisch sein. Erstens sind sie international schlechter lesbar bzw. verständlich. Und zweitens gibt keine Umlaute für Email-Adressen, das heißt du hast dann unterschiedliche Schreibweisen.
  • Es gelten Markenschutzrechte und Rechte am eigenen Namen. Es ist wie bei Bildern oder Werbung, also allen Bereichen, wo du potentiell Probleme mit Firmen, Marken und Personen bekommen könntest.

Sind Domainnamen später leicht änderbar? Was musst man dabei beachten?

Ein einmal gewählter Name ist nicht in Stein gemeißelt. Vor allem nicht, wenn dein Business oder Blog erst startet. Aber selbst wenn es den Namen schon länger gibt, kannst du ihn im Fall der Änderung für die Zukunft auf einen anderen automatisch umleiten (Stichwort 301-Redirect; mit dieser Umleitung werden Adressen und sämtliche bestehende Links automatisch an die neue umgeleitet).

Wie wichtig ist der Domainname?

Er ist einerseits wichtig, weil er klaren Fokus auf das setzen kann, was du bist und was du anbietest und tust, er also die Funktion des Kommunikationsinstruments erfüllt.

Er ist andererseits nicht so wichtig, weil sich Internetbrowser wie Chrome, Firefox etc. die besuchten Seiten ohnehin merken und Leute die Internetadresse maximal einmal eingeben müssen - und dann nicht mehr. Außerdem landen Leute oft auf deiner Seite, weil sie auf einen Link klicken, zum Beispiel in den Suchergebnissen oder auf anderen Websites, auf Social Media Plattformen ...

Generell gilt, dass ein kurzer, leicht merk- und eintippbarer Name besser und eleganter ist. Das Drumherum spielt aber eine genauso große Rolle. Der beste Name nützt dir nichts, wenn du nicht eine Vielzahl anderer Kommunikationsmaßnahmen setzt. Er ist ein Puzzlestück, das das gesamte Bild ausmacht.

Woher weißt du, ob deine Wunschdomain noch frei ist?

Es gibt unzählige Internetseiten, die einen Domaincheck mit anschließendem Kauf ermöglichen. Google dazu einfach ‚domaincheck’ .... Baust du deine Website via Plattformen wie Webbly oder Squarespace, kaufst du die Domain praktischerweise gleich dort mit. Du tippst den Namen ein und erfährst dort auch sofort, ob die Domain noch frei ist.

Die österreichische Vergabe- und Verwaltungsstelle von Domains ist https://www.nic.at. Für Deutschland ist es https://www.denic.de/ und für die Schweiz ‚Switch’ unter https://www.nic.ch/de/. Auf diesen Seiten siehst du, wem die Adressen gehören und kannst die Personen / Firmen gegebenenfalls kontaktieren, falls du eine Domain unbedingt haben und jemandem abkaufen willst. Oft sind Domains nur reserviert und nicht in Gebrauch.

Domainendungen

Neben den länderspezifischen Endungen wie .at, .de oder .ch. gibt es mittlerweile eine Vielzahl an zusätzlichen Möglichkeiten wie .wien oder .biz. Das ist gut, weil du dadurch die Chance bekommst, deinen Wunschnamen doch noch als Domain zu registrieren. Allerdings müssen sich die Leute jetzt auch noch zusätzlich die Domainendung merken ... Wenn ich eine Firma oder einen Blog suche, dessen Adresse ich nicht kenne, denke ich ehrlich gesagt nie an die ‚Alternativendungen’, sondern tippe nur die naheliegenden ein wie .at und .com ...

 Bestickte Vintage-Geldbörse

Was kosten Domains?

Ein Preisvergleich auf den verschiedenen Plattformen lohnt sich. Wenn du noch keine Domain reserviert hast und dich für eine Plattform wie Squarespace entscheidest, dann würde ich die Domain der Einfachheit halber über diese Plattform kaufen. Manchmal bekommt man die Domain dabei als Anreiz für das erste Jahr gratis dazu. Solltest du später zu einer anderen Plattform wechseln, führst du einen Domaintransfer durch. Üblicherweise wird für Domains eine jährliche Bezahlung verlangt, die sich automatisch um jeweils ein Jahr verlängert.

Preislich macht die Domainendung meist einen Unterschied. Du siehst das schön zum Beispiel bei diesem Anbieter.

Ich meinte lange zu wissen, dass .com-Endungen teurer als länderspezifische Änderungen sind. Nach einem Blick auf diese Preisvergleichsseite muss ich meine Meinung revidieren: Die .at-Endung ist hier meist teuer als die .com oder die .de ...

Wo kaufen?

Deine Domain kaufst du entweder bei einem Hostbetreiber oder Hostservice. Es gibt viele Anbieter, die ein und dieselbe Domain zu unterschiedlichen Preisen anbieten, wie du zum Beispiel auf dieser Seite siehst.

Oder du kaufst sie bei Anlegen deiner Website gleich auf der Plattform mit. Selbstverständlich lohnt sich auch hier das Abwägen der Kosten und praktischen Gründe.

Besser Domain registrieren und dann erst entscheiden, welche Plattform?

Wenn die Gefahr besteht, dass dir jemand die Idee oder den Namen wegschnappt, bevor du dich für das umsetzende System entschieden hast, dann reserviere den Namen. Wenn du kreativ bist und du drauf vertraust, dass dir sicher etwas einfällt, dann kannst du ruhig noch damit warten.

Du hast bereits eine Domain bei einem unabhängigen Hostservice reserviert, ...

... baust dir jetzt aber eine Website bei einem Service, das Domains mitanbietet. Was tun?

Du hast drei Möglichkeiten:

a) Du lässt die Domain wo sie ist und veranlasst ein sogenanntes ‚Domain-Mapping’.

b) Du transferierst sie rüber auf deine neue Website-Plattform, von der sie dann in Zukunft aus verwaltet wird.

c) Du überlegst dir einen neuen Namen, den du direkt auf der Website-plattform kaufst und sparst dir Mapping oder Transfer.

Mach die Entscheidung für eine Variante davon abhängig, wie lange du auf einer Plattform zu bleiben gedenkst, wie der Kostenvergleich ausfällt und ob du der Einfachheit halber alles aus einer Hand haben (und zahlen) willst.

Wenn du dich weiter ins Thema vertiefen willst, empfehle ich diese Seiten:
Domainname: 8 Regeln für den richtigen Domainnamen einer Website
Die neuen Top-Level-Domains

 
 

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