9 Dinge, die du über Schlüsselbegriffe wissen musst

 

9 Dinge, die du über Schlüsselbegriffe wissen musst

Schlüsselbegriffe und ihre Funktionen sind ein wichtiges Grundelement für deine Website. Egal, ob du deine Website von einem Webdesigner bauen läßt oder es selbst machst - die Bestimmung der Schlüsselbegriffe ist in jeden Fall sinnvoll. Am besten bestimmst du sie zu Beginn, wenn du deine Seite konzipierst. Sie sind jedoch genauso hilfreich für spätere Aufgaben, wenn du sie für die Suchmaschinen optimierst, Inhalte erstellst oder Google Ads (Werbeanzeigen) schaltest ...

Gleich vorweg: Der Kontext und die Inhalte im Zusammenhang mit den Schlüsselwörtern sind mittlerweile wichtiger geworden, als die Nennung der Wörter selbst. Mehr dazu weiter unten.

1. Was sind Schlüsselbegriffe?

Schlüsselbegriffe - oder ‚Keywords’ - werden bei der Suche im Internet zum Auffinden von Infos verwendet. Sie sind wichtige Wörter, die für das stehen, was du tust und womit du deinen Kunden hilfst. Du platzierst diese Begriffe auf deiner Website, damit

  • deine Seitenbesucher besser verstehen, worum es auf deiner Website geht
  • Leuten deine Seite in den Suchergebnissen vorgeschlagen wird, die nach von dir angebotenen Leistungen suchen

2. Wie hängen sie mit den Suchmaschinen zusammen?

Suchmaschinen wie Google, Bing, Yahoo und Ecosia setzen eigene Computerprogramme ein, die das Internet automatisch durchsuchen, analysieren und nach bestimmten Kriterien sortieren. Sie besuchen in regelmäßigen Abständen Websites. Was sie dort erfahren beurteilen sie nach bestimmten Kriterien. Im Fall der Suchmaschinen fließt das in ein geheimes Berechnungsverfahren ein. Dieses bestimmt, wo in den Suchergebnissen deine Website auftaucht – weiter oben oder weiter unten.

3. Wohin mit den Keywords?

Die für dich wichtigen Wörter platzierst du unter anderem in Überschriften, Texten und Bildunterschriften, in den Dateinamen von Bildern und PDFs, und du benennst Kategorien deines Blogs danach. Schon beim Anlegen deiner Website wirst du auf die Felder ‚Title’ und ‚Description’ stoßen - da gehören die Schlüsselbegriffe unbedingt hin. - Sie geben dem Kind sozusagen einen Namen. Die genannten Stellen

  • sind für die Orientierung deiner Seitenbesucher wichtig,
  • betreffen die Grundeinstellungen deiner Website und
  • werden von den Computerprogrammen der Suchmaschinen gelesen.

4. Wie kommst du zu deinen Schlüsselwörtern?

Zu den Begriffen kommst du, indem du beschreibst, was du bist und was du tust. Bist du ein Trainer, sagst du, dass du Trainer bist. Du sagst, bei welchen Anliegen du hilfst, welches Wissen du vermittelst und welche wünschenswerte Verhaltensweisen du antrainierst. Trainierst du im Bereich Hundeerziehung für schwierige Hunde - dann sag genau das.

5. Mehrere Wörter aneinanderreihen

Dein Keyword sollte aus mehreren wichtigen Begriffen bestehen - man spricht in diesem Zusammenhang auch von ‚Long Tail Keywords’, also einem ‚langen Schwanz an Schlüsselbegriffen’. Es ist einfacher für dich als Einzelunternehmer, Trainer, Experte oder Berater, eine Nische zu besetzen als gleich ein großes Gebiet abzudecken.

Zum einen gibt es bereits unzählige Websites, die deinen Bereich bedienen. Zum anderen hast du als einzelner, der gerade mit einer seiner Website startet kaum die Chance, auf die erste Seite der Suchergebnisse zu kommen. Nehmen wir als Beispiel den Begriff ‚Unternehmensberatung’. Wenn du ihn als Schlüsselbegriff definierst und allein darauf setzt, konkurrierst du mit vielen Unternehmensberatern, auch den ganz großen Firmen.

 Rücken von Hund mit Hundeschwanz

Bestimmst du hingegen mehrere Begriffe für das, wofür du stehst und was du tust, steckst du dein Angebot genauer ab. Du wirst dann viel wahrscheinlicher von den Leuten gefunden, die jemanden mit genau deinem Know-How suchen.

Hier ist ein Beispiel, wie die genauere Bestimmung eines Themas die Anzahl der Suchergebnisse eingegrenzt:

  • 'Trainer': ca. 430 Millionen Suchergebnisse (!)
  • 'Trainer Kampfhunde': 33.800
  • 'Trainer Kampfhunde Wien': 7.220
  • 'Trainer verhaltensauffällige Kampfhunde Wien': 827

Im Umkehrschluss heißt das, du hast viel größere Chancen gefunden zu werden, wenn du sämtliche Maßnahmen auf deiner Website konsequent auf diese Überbegriffe ausrichtest. Dann werden Menschen, die detaillierte Suchanfragen zu genau deinen Leistungen starten, mit größerer Wahrscheinlichkeit auf dich stoßen. Und das macht ja Sinn, oder?

6. Suchabsicht

Ein ganz wichtiger Aspekt in dem Zusammenhang ist die Suchabsicht deiner Zielgruppe. Das ist das, was die Leute tatsächlich ins Suchfeld eintippen.

Beispiele:

  • Deine Zielgruppe weiß vielleicht noch gar nichts davon, dass sie einen ‚Usability Check’ braucht, also die Überprüfung ihrer Website, ob sie benutzerfreundlich ist. Die Zielgruppe kennt den Fachausdruck nicht und will vielleicht einfach wissen, wie sich Leute ‚auf der Website gut zurechtfinden’.
  • Die meisten Studenten googlen nicht nach ‚Lektorat Masterarbeit', weil sie den Begriff nicht kennen. Viel wahrscheinlicher suchen sie nach ‚Masterarbeit korrigieren’ im Internet.
  • Und bei obigem Hundebeispiel gibt jemand eher folgende Kombination in seiner Verzweiflung ins Suchfeld ein: ‚Was tun mit schwierigem Kampfhund?’.

7. Kontext versus Dichte

Wie oft setzt du die Begriffe auf deiner Website ein? Als Daumenregel gilt, eine Keyword-Dichte von 2 % einzuhalten. Die Dichte ergibt sich aus dem Verhältnis der Anzahl der Schlüsselwörter zur Gesamtanzahl der Wörter eines Textes. Du musst die Sache aber nicht mathematisch angehen! Achte einfach darauf, dass du die dir wichtigen Begriffe immer wieder verwendest. Und zwar so, dass sie natürlich in den Text passen und nicht krampfhaft reingepackt wirken!

Es deutet einiges darauf hin, dass der Fokus auf Schlüsselwörter seitens der Suchmaschinen in letzter Zeit abgenommen hat. Der Kontext und die Inhalte im Zusammenhang mit den Keywords sind mittlerweile wichtiger geworden. Konntest du früher deine Keywords getrost 1:1 immer wieder mal in den Text einstreuen - was übrigens zu lustigen Texten im Internet geführt hat -, ist es jetzt wichtiger, das Drumherum auf deiner Website sorgsam aufzubauen. Das heißt, Keywords gelten heute mehr als Überthema, müssen aber nicht permanent wortwörtlich verwendet werden. Die Programme der Suchmaschinen erkennen mittlerweile Synonyme und ob Themen breit und tief gehend behandelt werden. Daher sollten Keywords vor allem zur Bestimmung der Inhalte genutzt werden!

8. Nutze deinen Hausverstand

Du kannst viel Zeit in die Bestimmung der Begriffe stecken. Es gibt unzählige Beiträge, Seminare und Tools, die dich dabei unterstützen, deine Keywords zu definieren. Wenn du dich dafür interessiert und tiefer graben willst – go ahead! Ich habe bei Projekten viel Zeit investiert und einiges ausprobiert wie Uber Suggest, Google Autocomplete oder das Abtesten der Suchvolumina mit dem Google Adwords Keyword Planner. Mein Fazit: Man kommt rascher zum selben Ergebnis, wenn man einfach seinen Hausverstand einschaltet und nachdenkt. Trotzdem findest du am Ende des Artikels ein paar Tools für die Recherche.

9. Setze Maßnahmen für Menschen, nicht für Maschinen

Auch wenn viel die Rede davon ist, was du tun musst oder könntest, um in den Suchmaschinenergebnissen weiter oben aufzutauchen – setze deine Maßnahmen in erster Linie für deine Seitenbesucher! Denk bei jeder Maßnahme daran, was die Menschen brauchen. Damit fährst du am besten, weil es funktioniert! Suchmaschinen sind konzipiert, den Menschen qualitativ hochwertige Suchergebnisse zu liefern und ihnen damit zu nutzen. Das ist auch der Grund, wieso man sich heute viel mehr für seine Website anstrengen muss als früher ...

Tools

  • Answerthepublic: Keyword eingeben und Content-Vorschläge werden ausgespuckt, visuelle Darstellung der Ergebnisse
  • Google Autocomplete: Einfach auf Google.at, -.de oder .ch gehen, im Suchfeld ein Wort eingeben bzw. zu tippen beginnen und schauen, was Google da so vorschlägt ...
  • Keyword Planner (Google): Dafür benötigst du ein Konto / eine Registrierung für Adwords. Der Planner ist recht umfassend und liefert interessante Erkenntnisse. Die ausgeworfenen Zahlen sind mit Vorsicht zu genießen, liefern dir aber trotzdem ein Gefühl für die Beliebtheit / Gefragtheit einzelner Begriffe im Verhältnis zu anderen!
  • Keywordtool (Google Suggest): schlägt dir ebenfalls Longtail-Schlüsselwörter vor, nutzt Google Autocomplete
  • Uber Suggest: generiert Ideen für Schlüsselwörter