Web-Trends 2018: Das kommt bei Websites, Webdesign, SEO und UX auf uns zu

 

Web-Trends 2018: Das kommt bei Websites, Webdesign, SEO und UX auf uns zu

Welche Trends zeichnen sich für mein Tätigkeitsfeld - kleine, feine Websites für Einzelunternehmer und kleine Unternehmen - ab?

Bei meiner Recherche habe ich daher auf Entwicklungen beim App-Design, Voice-User-Interfaces oder Authentifizierungsprozesse keine Rücksicht genommen. Auch beim Web-Design betrachte ich das, worauf du beim Gestaltungsprozess deines Online-Auftritt selbst Acht nehmen kannst. Den spezialisierten Design-Teil überlasse ich den (Squarespace-)Designern;)

Die meisten von mir zum Thema gelesenen Artikel schreiben lustigerweise in etwa dasselbe. Ich konnte nicht nachvollziehen, wer von wem abschreibt und wer die Ursprungsquelle ist;) Jedenfalls habe ich das für mich Relevante herausgefiltert. Aber zuerst mein

Fazit (für die Ungeduldigen):

Drei Themen sind bekannt und ziehen sich durch die Bereiche SEO, UX, Webtrends durch. Mit dem Unterschied, dass sie heuer noch wichtiger sind als bisher:

  1. Ladezeiten, Ladezeiten, Ladezeiten – nämlich senken
  2. Content-Qualität und Content-Strategie
  3. Das Nutzererlebnis optimieren - was wollen die Seitenbesucher?
  4. Außerdem: @Webdesign - ein paar bisher strikte Regeln werden aufgebrochen, Stichwort Serifen-Schriften, Symmetrie ...

Im Detail:

Websites - Design

Wenn du wissen willst, was eine ‚moderne’ Website im Jahr 2018 ausmacht bzw. was der Trend ist, über den man später sagen wird ‚Das ist so End-Zehner-Jahre!’ dann hab ich hier Folgendes für dich:

a) Fett und laut

Große Schriften und knallige Farben sind schon vor einer Weile aufgetaucht, und werden uns 2018 weiter begleiten. Ihr Vorteil: Sie ziehen die Aufmerksamkeit der Seitenbesucher auf sich. Und heben wertvollen Content hervor;)

b) Asymmetrie

 Bsp. Asymmetrische Raster

Bsp. Asymmetrische Raster

Die Symmetrie als Mantra für gutes und richtiges Websdesign wird aufgebrochen. Klar, auch Webdesigner wollen mal Abwechslung und mit ihren Designs hervorstechen. Daher: Asymmetrie ist erlaubt. Allerdings muss eine gewisse Symmetrie und Ausgewogenheit mithilfe von Textelementen doch wieder hergestellt werden.

Keine Sorge, darüber musst du dir nicht allzuviele Gedanken machen. Die machen sich die Designer der Layoutvorlagen von Squarespace eh für dich;) Nutze einfach das, was da ist – und du liegst richtig!

 Bsp. Squarespace-Template mit asymmetrischem Raster

Bsp. Squarespace-Template mit asymmetrischem Raster

c) Out: Parallax-Design

Mit Hilfe des Parallax-Designs wurden dreidimensionale Effekte auf Websites erzeugt. Das Design war rund um 2014 der heißeste Scheiß und - glaubt man den Trendberichten - ist jetzt am absteigenden Ast. Du kennst solche Websites: Parallax oder Parallax-Scrolling ist, wenn sich beim Runter-Scrollen verschiedene Ebenen einer Website unterschiedlich schnell bewegen. Dadurch steht der Eindruck von Tiefe.

Bei Squarespace gibt es solche Layoutvorlagen noch zur Auswahl. Das heißt, du kannst sie getrost verwenden. Sind halt nicht mehr der letzte Schrei ;)

d) Illustrationen

Angeblich wird in Zukunft weniger bis gar nicht mehr auf Stockfotos zurückgegriffen – die seien zu abgegriffen. Was mich wundert, weil es ja Millionen und Abermillionen davon gibt - und damit Abwechslung. Jedenfalls wird die Arbeit von Illustratoren aufgewertet und wichtiger – und das ist keine schlechte Nachricht!

e) Serifen-Schrift

Eine weitere Regel wird ausgehebelt: Serifen-Schrift ist nun durchaus im Web erlaubt. Früher galt die Regel, Serifen-Schrift auf Papier und serifen-lose im Web zu verwenden. Mit Retina-Bildschirmen und immer besserer Darstellung von Schriften ist diese Trennung nicht mehr notwendig. Hurra, wir bekommen also noch mehr Möglichkeiten! Hier ein Beispiel von der redesignten Kickstarter-Seite, ein Zitat in gekurvter Serifen-Schrift: 

 Beispiel für Serifen-Schrift im Web

Beispiel für Serifen-Schrift im Web

SEO

Gutes Ranking in den Suchmaschinen-Ergebnissen wird schwieriger. Klar, es gib immer mehr Seiten, aber immer noch den einen ersten Platz in den Suchergebnissen ;) Und du musst wirklich brav Hausaufgaben machen, damit du erfolgreich ist.

Die Suchmaschinen werden immer ausgeklügelter und verstehen Sprache und Suchabsicht immer besser. Sie können mittlerweile sogar beides verknüpfen und beurteilen, ob das Gesuchte auf den besuchten Seiten auch gefunden wird. Daher:

a) Semantische Suche

Die Devise heißt, Keywordanalysen machen und guten, auf die Keywords ausgerichteten Content erstellen. Finde heraus, was deine Nutzer und Kunden suchen (= die Suchabsicht) und produziere Inhalte, die darauf abgestimmt und von den Suchmaschinen auffindbar sind.

Hier findest du die wichtigsten Keyword-Tools.

b) Der Nutzer im Mittelpunkt

Auch nichts Neues, aber extrem wichtig. Du springst aus der Suchergebnisliste eine Webseite an. Gehst du nach kürzester Zeit wieder zur Suchergebnisliste zurück, bekommt das Google - die wichtigste Suchmaschine bei uns - mit. Sie berücksichtigt, wie lange die Zeitspanne zwischen Anklicken der Seite und dem Zurückkommen ist. Je länger du auf der Zielseite bleibst, desto besser ist das Signal an Google. Kommst du also auf die ursprüngliche Suche zurück, warst aber lange auf der gefundenen Seite, ist das ein gutes Zeichen und Google bewertet die besuchte Website entsprechend.

c) Content Marketing

Qualität vor Quantität. Eine Schwemme an Inhalten, die den Nutzern nicht das Gesuchte bringen oder von mangelnder Qualität sind, bringen immer weniger für die Reihung in den Suchergebnissen. Daher: Finger weg von Textbrokern, die Inhalte zu günstigen Preisen irgendwie zusammenstellen!

Deine To Dos:

  • Erstelle Inhalte, die dein Thema breit und tief bedienen
  • Textaudit - Evaluiere: Optimiere gut besuchte, alte Texte und aktualisiere sie. Lösche eventuell alte, nicht mehr gesuchte und besuchte Inhalte.
  • Produziere stimmige und gut aufbereitete, hochwertige Inhalte
  • Überlege dir, wie die Seitenbesucher weitere Seiten besuchen und länger auf deiner Website verweilen

d) Pagespeed erhöhen

Vor kurzem habe ich begonnen, mich mit Google Adwords zu beschäftigen. Dabei bekam ich auch Beratung von Google - und mehr als einmal den Hinweis, meine Ladezeiten zu senken. Mein persönliches Fazit: Die Formel ‚keine Bilddatei über 200 KB’ habe ich mittlerweile auf 'keine Bilddatei über 80 KB' revidiert ... Mehr über meine Mission, die Ladezeit meiner Website zu beschleunigen
 

UX (= User experience)

1. Auf den Inhalt fokussierte Nutzererfahrung

Auch hier wird die Bedeutung von gutem Content hervorgehoben: Gut kuratierter, auf die Zielgruppe abgestimmter und leicht zugänglich Online-Content ist das Um und Auf.

Der herrschende Trend im Design war in den letzten Jahren Minimalismus und ‚Flat Design’ – möglichst wenig vom Content ablenkende Elemente - klare Hierarchien, viel weiße Flächen, um die Inhalte hervorzuheben. Und jetzt wird das Augenmerk noch einmal stärker auf die Content-Strategie gelegt: Die Inhalte müssen den Seitennutzern helfen und sie fesseln.

2. Das Hamburger-Menü

 
 Abb. 'Hamburger'

Abb. 'Hamburger'

 

Die diesjährige Devise heißt ‘allgemeine Ärgernisse loswerden’ - und jetzt geht’s angeblich dem ‘Hamburger Menü’ an den Kragen. Das sind die drei parallel gestapelten Striche, die anzeigen, dass sich die Website-Navigation dahinter verbirgt, für's Ansteuern weiterer Seiten. Ursprünglich eine gute Idee, um Platz auf Bildschirmen zu schaffen, wurde es zu oft von den Nutzern übersehen.

Der Trend geht jetzt also wieder hin zu Tab-basierten Menüs. Willst du das befolgen, wähle ein Squarespace-Template ohne ‚Hamburger’. Ich habe ihn nach wie vor in der Mobilversion und umgehe die Sache so: Du kannst alle wichtigen Inhalte meiner Website ohnehin über die Startseite ansteuern, ohne dass du das Menü aufklappen musst.

Großer Trend

Losgetreten durch erste bekannte Entwicklungen wie Siri von Apple oder Alexa von Amazon starten sprach-basierte Lösungen heuer angeblich so richtig durch. Sie werden entweder eine ernstzunehmende Alternative für graphische Benutzeroberflächen oder ersetzen sie komplett, sind sich Trendforscher einig. Manche behaupten, 30 % unserer Interaktionen mit Technologien werden durch sprachliche Interaktionen ausgelöst werden. Ich glaub aber, dass das heuer auf Österreich noch nicht zutrifft;)

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