Wann überarbeitest du die Texte auf deiner Website und wie packst du das an?

Wann überarbeitest du die Texte auf deiner Website und wie packst du das an?

Es gibt drei wichtige Gründe für eine aktuelle Website:

  1. Die Leute haben keinen Grund, deine Seite öfter zu besuchen, wenn sich die Inhalte nicht ändern.
  2. Suchmaschinen belohnen den ‚Freshness-Faktor’ deiner Seite. Wenn sich auf deiner Seite regelmäßig etwas tut, sammelst du Bonuspunkte für eine bessere Platzierung in den Suchergebnissen.
  3. Deine Website sollte stets im Einklang mit deiner Strategie und den Zielen sein, damit sie dich bei deiner Tätigkeit bestmöglich unterstützt.

Nach dem Aufsetzen und Live-Stellen gehört eine Website gepflegt und regelmäßig angepasst. Das geht im Tagesgeschäft leicht mal unter und kann lästig sein. Bist du mit Kundenaufträgen ausgelastet, verspürst du dazu auch lange keine Notwendigkeit.

Trotzdem haben die meisten Texte eine begrenzte Lebensdauer. Manche Texte müssen nur aktualisiert und nicht gelöscht werden. Daher überprüfe die Qualität der Texte permanent, hinterfrage und gleiche sie mit den Zielen ab. Ich unterscheide drei Arten von Änderungen:

 1.    Sofortige Änderungen

Sind Inhalte der Website - wie zum Beispiel Öffnungszeiten und Kontaktdaten - nicht mehr aktuell oder bietest du neue Produkte an, passt du so schnell wie möglich an.

2.    Regelmäßige Änderungen

Überprüfe regelmäßig: Gibt es

  • Eine Änderung der strategischen Stoßrichtung deines Unternehmens? Setzt du jetzt zB auf eine neue Methode oder Technologie?
  • Neue Zielgruppen? Möchtest du einen zusätzlichen Branchen-Schwerpunkt setzen?
  • Eine neue Marketing- und / oder Kommunikations-Strategie? Willst du zB mehr mit deinen Seitenbesuchern in Dialog treten?
  • Hohe Abbruchraten auf wichtigen Seiten?
  • Unübersichtliches oder hast du selbst den Überblick über die Web-Inhalte verloren?

Wenn ich eine Website überprüfe, beginne ich bei der Struktur und arbeite mich dann zu den Details vor - einzelne Abschnitte, Sätze, Worte und ‚Call-to-Action’-Buttons:

  • Zuerst fliege ich über die Struktur der Seite und frage mich dabei: Was ist überflüssig geworden? Was gehört ergänzt? Was umgearbeitet? Verschieben sich Themen-Schwerpunkte?
  • Danach analysiere ich die Reporting-Daten: Welche Artikel und Seiten werden besonders oft aufgerufen? Dort beginne ich mit den Änderungen und arbeite mich zu den weniger oft besuchten Seiten durch.
  • Ist es sinnvoll, Menüpunkte zu verschieben, zu löschen, zu ergänzen oder zusammen zu legen, mache ich das an dieser Stelle.
  • Gibt es Mängel wie fehlende Infos oder grobe Fehler, behebe ich sie der Reihe nach beginnend bei den meistbesuchten Seiten.
  • Wichtige Seiten mit hohen Abbruchraten prüfe ich auf Herz und Nieren: Inhalt und Textqualität. Sind die Texte verständlich, kurzweilig und korrekt? Gibt es Handlungsaufforderungen? Erhalten die Besucher die gewünschten Informationen so rasch wie möglich?

Ein halbjährlicher Check kann Sinn machen - abhängig von der Seitengröße und dem Umfeld deines Unternehmens aber auch kürzere oder längere Intervalle.

3.    Komplette Überarbeitung (‚Relaunch’)

Du entschließt dich zu einer kompletten Überarbeitung der Texte, weil du die Website von Grund auf neu machst? (Mehr dazu in: Wann ist die Zeit gekommen ist, deine Website komplett zu erneuern?) Dann entwirfst du das gesamte Projekt neu. Stehen Strategie, Konzept, Aufbau, Look-and-Feel, genutzte Plattform fest, machst du einen Content-Audit. Beim Audit klopfst du alle Inhalte darauf ab,

  • ob du sie übernimmst,
  • welche du anpasst und
  • auf welche du in Zukunft verzichtest.

Daraus ergibt sich dann auch, welcher Content dir noch fehlt.

Den Content läßt du beim Audit durch ein Raster laufen und prüfst zB: Ist er

  • leicht zu finden?
  • lesbar?
  • verständlich formuliert und aufbereitet?
  • aktivierend?
  • teilens- und kommentierenswert?

Blogs

Zusätzlich lohnt es sich, einen Blick auf Blogs zu werfen. Blogs werden oft als Teil der Website wahrgenommen, weil sie häufig dort zu finden sind. Für Blogs gelten allerdings andere Vorgehensweisen als für die Website selbst:

Manche unterziehen ihren Blog zu Jahresende oder -beginn einer Überprüfung. Du kannst es öfter machen bzw. wann im Jahr es dir am besten passt. Ich mache es bei meinem Privatblog ‚Die Markt-Forscherin’ zB immer wieder einmal im Lauf des Jahres. Dabei hab ich die beliebten Artikel im Fokus. Beim jährlichen Generalcheck überprüfst du den Blog zB auf:

  • Gehören Infos aktualisiert (zB. Öffnungszeiten, Telefonnummern)?  
  • Passt die Menüstruktur noch oder ist eine andere Struktur klüger?
  • Manche Artikel auf dem Markt-Blog lasse ich, wie sie sind, kennzeichne sie jedoch ganz zu Beginn mit dem Datum. Damit ist klar, von wann sie stammen. Mich stört es auf Blogs manchmal nicht zu wissen, von wann eine Info ist. Handelt es sich um einen älteren Artikel heißt das ja nicht, dass die Inhalte nichts wert sind. Man kann sie aber in den zeitlichen Kontext setzen, was eine Zusatzinformation ist.
  • Auch bei ‚Evergreen-Content’ macht es Sinn zu schauen, ob interessante Infos dazu gekommen sind. Die ergänzt du, damit der Artikel noch nützlicher wird.
  • Es kann ratsam sein, Artikel zusammenzulegen. Manche Themen müssen rückblickend nicht getrennt voneinander da stehen. In dem Fall sind Zusammenziehen und die komprimierte Darstellung der Inhalte geschickt.

Wie handhabst du die Erneuerung deiner Website oder deines Blogs? Ich freue mich über Kommentare!

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