Erste Schritte beim Blogschreiben: Die Markt-Forscherin

Vor einiger Zeit überlegte ich, wie ich am besten zeige, dass ich gerne schreibe und gute Texte verfasse. Bald kam mir die Idee eines Blogs, denn das wollte ich ohnehin schon länger ausprobieren. Ich dachte nach. Ich wollte nicht den x-ten Mode-, Reise- oder Koch-Blog eröffnen. Außerdem weiß ich, dass die Versuchung des Mich-Vergleichens zu groß wäre. Es musste sich doch etwas finden lassen. Und ich wollte endlich beginnen. Ich beschloss, über das im wahrsten Sinne des Wortes nahe Liegende zu berichten: einen kleinen, außerhalb meines Viertels eher unbekannten Markt namens "Vorgartenmarkt". Er befindet sich wirklich vor meiner Nase, denn ich wohne ganz in der Nähe. Die "Markt-Forscherin" war geboren.

Es fiel mir unheimlich schwer, den ersten Artikel zu schreiben und dann zu veröffentlichen. Ich dachte mir "Interessiert das überhaupt jemanden, was ich schreibe?" und "Was ist, wenn ich etwas Falsches schreibe und plötzlich ein Shit-Storm über mich herein bricht?". Ich musste mich wirklich überwinden, auf den Publizieren-Button zu drücken. Zugleich war ich danach jedoch sehr erleichtert und stolz, dass ich es getan hatte. 

Mittlerweile ist es so, dass ich mit jedem Artikel sicherer und beim Schreiben schneller werde. Ich habe auch bereits begonnen, für andere - und da natürlich zu anderen Themen - zu bloggen. Eine weitere Befürchtung, mir würden bald die Themen ausgehen, hat sich bis jetzt nicht bewahrheitet: Ich habe bereits eine lange Liste mit Ideen und somit genug Stoff für die nächsten Monate.

Ich bekam nach Veröffentlichen der ersten Artikel viele positive Rückmeldungen, was mich bestärkte weiter zu schreiben. Ein Freund riet mir auch, ich solle ruhig meine Meinung sagen, weil das die Artikel interessanter mache. Ich versuche also meine Meinung häufiger zu äußern. Aber ich möchte trotzdem überwiegend Positives schreiben und nicht nörgeln, denn Negatives und Geraunze gibt es schon genug. Hier muss ich den für mich gangbaren Weg noch finden. Jedenfalls werde ich immer mutiger.

Neben den ursprünglich geplanten Themen wie Neueröffnungen und gutes Essens- und Lebensmittelangebot veröffentlichte ich bisher ein Interview mit einer der Veranstalterinnen der Pop-Up-Messe, einer Kreativmesse für Wirtschaftstreibende und Kreative aus dem Stuwerviertel und den angrenzenden Grätzln. Ich berichtete über eine Veranstaltungsreihe namens "Film ab im Grätzl" und ich betrieb ein wenig Geschichtsforschung zum Markt. Demnächst veröffentliche ich einen Artikel über einen Einkaufsspaziergang mit einer Freundin aus Malaysia, bei dem ich erfuhr, warum für sie Himbeeren und Brombeeren exotische Früchte sind.

Der Privat-Blog ist mein Hobby, meine Spielwiese und bereitet mir viel Spass. Er ist eine gute Erfahrung und ich bin froh, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und drauf los geschrieben habe. Daher kann ich jedem empfehlen, es einfach auszuprobieren, sollte er sich schon länger mit dem Gedanken tragen. Es lohnt sich!